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Kesseltauschkampagne Altenkirchen

„Der Alte muss raus!“ ­– Heizungskesseltauschkampagne im Landkreis Altenkirchen startet ab August

Einzigartiges regionales Fördermodell „made in AK“ regt zur Heizungsmodernisierung an

 ALTENKIRCHEN. Die gemeinsame Klimaschutzinitiative des Landkreises Altenkirchen und seiner Verbandsgemeinden sowie die Sanitär-Heizung-Klimatechnik-Innung Rhein-Westerwald haben mit einer Vielzahl an Aktionspartnern die Kesseltauschkampagne „Der Alte muss raus!“ ins Leben gerufen. Das Ziel der gemeinschaftlichen Initiative ist es, den hohen Altersdurchschnitt des Kesselbestandes im Landkreis Altenkirchen deutlich zu verjüngen. Die Aktion besteht aus mehreren Bausteinen. Die Kampagne weist auf bestehende Förderprogramme des Bundes hin. Darüber hinaus werden zwischen August 2015 und Mai 2016 eigene – nur im Landkreis Altenkirchen geltende – attraktive Zuschüsse und Anreize angeboten, um die Bürgerinnen und Bürger jetzt zu einem Kesseltausch zu animieren.

 Fast 80 Prozent des Energieverbrauchs gehen im Privathaushalt auf das Konto von Heizung und Warmwasseraufbereitung. Oft sind die Anlagen veraltet. Laut einer Analyse des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie-und Umwelttechnik e.V. (BDH), entsprechen drei Viertel der Heizungskessel hierzulande nicht mehr dem Stand der Technik. Auf Bundesebene versucht man dem Sanierungsstau in deutschen Heizungskellern mit den verbesserten Fördermöglichkeiten durch das Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu begegnen. „Mit der kreiseigenen Kesseltauschkampagne möchten wir den Windschatten dieser substantiell verbesserten Fördermöglichkeiten nutzen und legen mit dem Kesseltauschbonus noch einen drauf“ so Landrat Michael Lieber.

Jeder Immobilienbesitzer, der einen alten Heizkessel sein eigen nennt, ist gut beraten, sich über eine entsprechende Heizungsmodernisierung frühzeitig Gedanke zu machen. „Alte Heizkessel geben in der Regel im Winter ihren Geist auf. Mit Blick auf das Thermometer ist dann Eile gefragt. Jedoch ist die schnellste Lösung, langfristig nicht immer die Beste – aus finanziellen wie aus Gründen des Klimaschutzes“, erläutert Innungsobermeister Dirk Lichtenthäler. Die Entscheidung, welche Wärmeerzeugerart für die eigene Immobilie die Beste ist, sollte wohlüberlegt sein. Oft sei auch eine Kombination verschiedener Wärmetechniken eine sinnvolle Option.

„Vielen Verbrauchern ist gar nicht bewusst, welches Potenzial in ihren Heizungskellern schlummert. Moderne Heizungskessel, unabhängig vom Brennstoff, sind oft bis zu 30 Prozent effizienter als Heizkessel, die vor über 20 Jahre eingebaut wurden“ erläutert Klimaschutzmanager Stefan Glässner. „Eine neue Heizungsanlage kann also bares Geld sparen“, ergänzt Innungsobermeister Dirk Lichtenthäler. Heizkessel, die Baujahr 1985 oder älter sind, unterliegen durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 sogar einer Austauschpflicht, es sei denn, es werden gewisse Voraussetzungen erfüllt.

Heizungskessel, die älter als 20 Jahre sind und im Gebiet des Landkreises Altenkirchen installiert sind, können im Rahmen dieser Aktion zusätzlich von einem Abwrackbonus in Höhe von bis zu 500 Euro profitieren. Investitionen in eine solarthermische Heizungsunterstützung werden bei Beachtung der Teilnahmebedingungen mit einem „Solarthermie-Bonus“ ebenfalls in Höhe von 500 Euro gefördert. Voraussetzung für den Erhalt des Abwrack- bzw. Solarthermiebonus ist, dass der beauftragte Heizungsinstallateur an der Aktion teilnimmt und der neue Kessel bzw. die neue Solarthermieanlage von einem teilnehmenden Hersteller stammt. Als weiteren Anreiz erhalten Aktionsteilnehmerinnen und Aktionsteilnehmer die Möglichkeit, von rabattierten Brennstofflieferungen regionaler Energielieferanten zu profitieren.

Interessierte sollten sich auf der Homepage der Klimaschutzinitiative unter www.klimaschutz-ak.de ausführlich über die Kesseltauschkampagne informieren. Für Fragen stehen Ihnen der Klimaschutzmanager des Landkreises, Stefan Glässner (02681-813801,Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und die teilnehmenden Heizungsinstallateure gerne zur Verfügung.

 

Landrat Michael Lieber, Innungsobermeister Dirk Lichtenthäler und Klimaschutzmanager Stefan Glässner freuen sich gemeinsam mit einer Vielzahl an Partnern über den Start der Kesseltauschkampagne.

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