Weiterförderung des BioEnergieDialog wurde zugesagt
„BioEnergieDialog Oberberg-Rhein-Erft“ - 3 Jahre Bundesmodellprojekt
Weiterförderung zugesagt
Köln / Oberberg / RheinErft
An die 100 Gäste feierten auf Einladung der Bezirksregierung Köln drei erfolgreiche Jahre des Bundesmodellprojekts „BioEnergieDialog Oberberg – RheinErft“. 
Als Gastredner stellte sich Franz Alt, bekannter Fernsehmoderator, an die Spitze der Befürworter und Verfechter der Bioenergie.
Die wichtigste Nachricht für die Akteure des Projekts überbrachte Daniela Rätz von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR): Das Modellprojekt wird weitere drei Jahre gefördert!
Am 01.06.2009 startete das Projekt „BioEnergieDialog Oberberg – RheinErft“. Drei Jahre sind vergangen, in denen unsere Region mit weiteren 24 Regionen bundesweit die Vorreiterfunktion bei der Entwicklung der Bioenergie übernommen hat. Mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde die Modellregion über die FNR, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, unterstützt.
ZebiO e.V. und BioTecRheinErft e.V., die beiden Partnervereine haben das Verbundprojekt „BioEnergieDialog“ unter der Federführung des Gründer- und TechnologieCentrums Gummersbach GmbH mit der Maßgabe entwickelt, das in der jeweiligen Partnerregion vorhandene Wissen und deren Kernkompetenzen gegenseitig nutzbar zu machen und so gemeinsam entsprechende Konzepte und Prozesse anzustoßen und die regionalen Gesamt-kompetenzen zu stärken. Die Entwicklung der beiden Bioenergieregionen Oberberg und RheinErft wurde im Dialog mit vielen Bürgern und Institutionen geführt und hat zahlreiche Diskussionen in den Regionen angestoßen, aufgegriffen und weiterentwickelt.
Frau Susanne Roll vom GTC Gummersbach GmbH und Frau Silvia Hornstein von BioTec RheinErft e. V. berichteten in einem Dialog-Vortrag über die Aktionen der vergangenen Jahre, in denen die beiden regionalen Netzwerke weiter ausgebaut werden konnten und Gelegenheiten geschaffen werden konnten für weitere Regionen übergreifende Kontakte. Zwei Regionen, die einander fremd waren, haben sich kennen gelernt. Darüber konnten neue Netzwerkpartner der Bioenergie gewonnen werden. In den letzten Jahren hat sich die Metropol-Region Rheinland durch Unterstützung der Bezirksregierung Köln, den Unternehmen, den Forschungseinrichtungen und den Kammern mit konkreten Projekten in verschiedenen Themenbereichen erfolgreich aufgestellt und dazu weitere, bereits existente Netzwerkpartner eingebunden. Die Bioenergie-Region ist offen für die Beteiligung weiterer Akteure.
Der BioEnergieDialog hat nach seiner 3 jährigen Projektphase die wichtigen regionalen Themen von Klimaschutz, Bioenergie und Ressourceneffizienz benannt und durch viele Veranstaltungen, Runde Tische und Demonstration von guten praktischen Beispielen sowie durch seine positive Begleitung einen Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen. Dabei sind vielseitige Aktivitäten bekannt geworden, die alle eins gemeinsam haben: Maßnahmen zu planen und umzusetzen, die den rechtlichen Vorgaben bezüglich Klimaschutz und Energieeffizienz Rechnung tragen und die Gesamtenergiebilanz in der Region optimieren. Das stolze Ergebnis: 7133 Netzwerkkontakte, 220 Mitglieder, 57 Schulungen, 48 Kooperationspartner, 29 Fachtagungen, Messen und Ausstellungen, 24 Netzwerktreffen, 22 Exkursionen und Workshops, 7 neue Bioenergieanlagen und viele neue Planungen, 6 aktive Arbeitskreise, 3 neue Biomassehöfe, 1 Erlebniswanderweg „Energie“.
Die Ideen und Leuchtturmprojekte der Akteure vor Ort stärken die jeweiligen und durchaus sehr unterschiedlichen Wertschöpfungsketten vor Ort im Bereich der Bioenergie, erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.
Das Thema „Bioenergie“ hat in der Kooperation der Kreise und kreisfreien Städte untereinander, aber auch innerhalb des Vereins Region Köln/Bonn e.V. einen zunehmend breiten Raum eingenommen. Der BioEnergieDialog hat gezeigt wie Bioenergie dezentral eingesetzt werden kann und den Dialog dazu attraktiv gestaltet. Er ist zum Modell geworden, der bis in die Nachbarregionen ausstrahlt (i. B. in die rheinischen Kreise, in das Bergische Land sowie Sauer- und Siegerland).
Herr Sebastian Bohnet vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) berichtete über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zur Entwicklung in der Bioenergie Region Oberberg – Rhein Erft, dessen Besonderheit es ist, dass viele kommunale Anlagenbetreiber und viele Brennstoffproduzenten zusammen mit Forstbetrieben an dem Ausbau der regionalen Stoffströme arbeiten und darüber langfristige wirtschaftlichen Impulse hier vor Ort erzielen.
Als ein Höhepunkt des Abends hielt Herr Dr. Franz Alt einen mitreißenden Vortrag, der die Anwesenden in Ihrem Engagement zur Energiewende bestärkte und zur Umsetzung weiterer regenerativer Projekte zum Schutze unseres Planeten motivierte.
Große Freude bereitete den Teilnehmern an dem BioEnergieDialog die Überraschung, die Frau Daniela Rätz von der FNR, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe mitbrachte: Das Modellprojekt wird nochmals um 3 weitere Jahre gefördert! Frau Rätz konnte im Auftrag der FNR als Projektträger den Förderbescheid für die folgende Projektperiode im Beisein der Regierungsvizepräsidentin Frau Ulrike Schwarz offiziell überreichen! Die Erfolge der Doppelregion wurden damit heute durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz honoriert. Jetzt können die beiden regionalen Netzwerkbüros in Hürth und Gummersbach weiter arbeiten. Als weitere Netzwerkpartner schließen sich zukünftig Akteure aus dem Rhein-Kreis-Neuss und dem Rhein-Sieg-Kreis dem Modellprojekt an, um der Bioenergie auch in diesen Kreisen zum Durchbruch zu verhelfen!
Vorträge:
Grußworte der Regierungsvizepräsidentin Frau Schwarz
Vortrag BioEnergieDialog 3 Jahre Bundesmodellregion
Bioenergie in Deutschland und die Entwicklung in der
Bioenergie-Region Oberberg-RheinErft, Erhebungen des DBFZ
Bildergalerie:




























