ZebiO und der BioEnergieDialog feiern Geburtstag!

Gelebte Vielfalt, Interview mit Mitgliedern12. November 2014, Gummersbach. Für ZebiO, Zentrum für Bioenergie gibt es in diesem Jahr gleich mehrere gute Gründe zum Feiern. Zum einen wird der Förderverein ZebiO e.V. dieses Jahr 10 Jahre alt und zum zweiten bildet ZebiO nunmehr seit 5 Jahren mit seinem Partnerverein BioTecRheinErft e.V. den BioEnergieDialog, dem sich 2012 auch der Landkreis Altenkirchen angeschlossen hat. So trafen sich am 12. November 2014 im Gründer- und TechnologieCentrum (GTC) in Gummersbach Mitglieder, Unterstützter, Partner und Wegbegleiter um gemeinsam Rückschau zu halten auf 10 Jahre gelebten Klimaschutz.

Susanne Roll, Geschäftsführerin der GTC Gummersbach GmbH und Kay Boenig vom Regionalforstamt Bergisches Land, beide Mitglieder im ZebiO Vorstand, eröffneten den Abend und freuten sich darüber mehr als 70 Gäste aus Kommunen und Verbänden, Industrie und Gewerbe begrüßen zu dürfen. Außerdem berichteten sie von ihren ersten Erfahrungen mit ZebiO. So gab Kai Boenig als 1. Vorsitzender zu, dass er zu Beginn eher skeptisch war „Ich weiß doch alles über Hackschnitzel". Doch schnell schlug seine anfängliche Skepsis in Begeisterung um. Diese Begeisterung teilen mittlerweile mehr als 170 Mitglieder, was ZebiO zusammen mit dem Verein BioTecRhein-Erft e.V. und den Partnern aus dem Westerwald deutschlandweit zu einem der größten regionalen Wissensnetzwerke im Bereich Bioenergie und Energieeffizienz macht.
Als hochrangiger Festredner vertrat der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker das Umweltministerium NRW und betonte, dass ein neutraler, unabhängiger Kümmerer, wie ZebiO, für die Bündelung der Akteure vor Ort und für das Gelingen der Energiewende unerlässlich ist. Der Bioenergie kommt dabei eine herausragende Rolle im Wärmemarkt und bei der bedarfsgerechten Stromproduktion zu.
Volker Holtkämper vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW, als Mitinitiator und Förderer von ZebiO lobte das langjährige Engagement des ZebiO-Netzwerkes für die Holzmobilisierung und die Nutzung der Holzenergie in der Region Oberberg. Wichtig ist die Einbindung der gesamten Wertschöpfungskette inklusive der Forschung. ZebiO hätte hier seine Hausaufgaben gemacht, stellte Holtkämper mit Blick auf die landjährige gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln anerkennend fest.
Als Projektpartner des BioEnergieDialogs gratulierte Harald Dudzus von BioTecRheinErft e.V. und bedankte sich für den langjährigen Erfahrungsaustausch. Als konkretes Beispiel erklärte er, wie das „Bergische Energiehaus", die Effizienzbroschüre für Privathaushalte, von Oberberg in den Rhein-Erft Kreis adaptiert wurde. Darauf aufbauend wurde ein „Rheinisches Energiehaus" veröffentlicht, welches demnächst in weiteren rheinischen Landkreisen erscheinen soll. Beim Projektpartner im Landkreis Altenkirchen ist das „Westerwälder" Pendant bereits in der Erstellungsphase.
In einer kurzweiligen Talkrunde unter dem Titel „gelebte Vielfalt" interviewte Moderator Dirk Schubert vom Nova Institut langjährige Mitglieder zu ihren Erfahrungen, ihrer Motivation und ihren Wünschen und Erwartungen an ZebiO und dem BioEnergieDialog.
Auch von gemeinsamen Projekten wurde berichtet. So beschrieben Bürgermeister aus Oberberg beispielhaft, welche konkreten Maßnahmen zusammen mit ZebiO in ihren Kommunen durchgeführt wurden. Bürgermeister Dr. Gero Karthaus aus Engelskirchen, Bürgermeister Rüdiger Gennies aus Reichshof und Bürgermeister Jörg Bukowski aus Morsbach würdigten die Arbeit der kompetenten Vereinsmitglieder von ZebiO e.V. und stellten die Projekte in ihren Gemeinden vor. Beispielhaft wurde deutlich, wie die Energiewende tatsächlich gelebt wird und wie sie zu einem Mehrwert für alle Beteiligten wird.

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Zahlreiche Unterstützer begleiten unsere Regionen auf Ihrem Weg zu einer nachhaltigen, umweltfreundlichen und effizienten Energieversorgung. Auch ZebiO wird weiter an diesem Ziel arbeiten, doch ohne eine gesicherte Finanzierung ist das professionelle Netzwerkmanagement für unsere ländliche Region gar nicht möglich. In den Anfangsjahren wurde ZebiO mit Projektmitteln des Holzabsatzfonds des Landes NRW gefördert. Aktuell wird die Netzwerkarbeit zur Förderung der Bioenergie-Regionen durch Fördergelder des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) unterstützt. Die Fördervereine sammeln die Gelder zur Anteilsfinanzierung aus den beteiligten Landkreisen ein und sind weiterhin auf die Zuwendungen von großzügigen Sponsoren angewiesen. Insbesondere gilt der Dank der AggerEnergie GmbH, die nicht nur mit Zuschüssen sondern auch immer mit Rat und Tat die Aktionen und Veranstaltungen unterstützt. Vielen Dank auch für die Spenden von Oberberg-Online, der Volksbanken Oberberg eG, der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt und vielen weiteren Förderern.

Zum Programm und den Vorträgen

Viele Gäste feierten zusammen mit ZebiO und dem BioEnergieDialogDer Parlamentarische Staatssekretär Horst Becker gratuliertBürgermeister Bukowski berichtet von umgesetzten Projekten in MorsbachPartner und Gratulanten v.l.n.r. Harald Dudzus, Susanne Roll, Volker Holtkämper, PSt Horst Becker, BM Jörg Bukowski, Bernhard van Dyk, BM Dr. Gero Karthaus, Kay Boenig, BM Rüdiger Gennies, Brigitte Harrass