Von der Wasserkraft im Aggertal zum Dorf mit Hackschnitzelheizung

Der 11,9 km lange “Energieweg” gehört zu den 24 bergischen Streifzügen des bergsichen Wanderlandes. Der Weg verläuft vom Wanderparkplatz an der Staumauer der Aggertalsperre durch den Wald bis hinauf in den Ort Lieberhausen. Das Dorf wird von einem zentralen Holzhackschnitzelheizwerk durch ein Nahwärmenetz mit Heizungswärme und Warmwasser versorgt.

Unterwegs erfährt der Wanderer nicht nur Grundsätzliches über Energie und das man diese streng genommen gar nicht “verbrauchen” kann, sondern entdeckt auch die Spuren früherer Niederwaldnutzung. In regelmäßigen Abständen wurde der Wald “auf den Stock” gesetzt, um so Brennholz und Rohmaterial für die Holzkohleerzeugung zu gewinnen.

Der Platz, auf dem noch bis vor gut hundert Jahren Holzkohle gewonnen wurde, liegt ebenso am Rand des Rundwegs wie ein Gehöft, für das Strom, Heizwärme und Warmwasser in einem eigenen Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Am Weg ist ein echter, 38,5 Meter langer Rotorflügel aufgebaut, von dem aus sich zwei 140 Meter hohe moderne Windkraftanlagen bei Gummersbach-Piene entdecken lassen. Durch das Tal der Rengse, die in die Aggertalsperre mündet, geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Das Bergische Wanderland hat diesen Wanderweg zusammen mit der Stadt Gummersbach, dem Förderverein ZebiO e.V. und dem BioEnergieDialog Oberberg- Rhein-Erft sowie dem Aggerverband, der AggerEnergie GmbH und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW entwickelt.

Weitere Informationen zu den bergischen Streifzügen finden Sie hier: https://www.bergisches-wanderland.de/de/bergische-streifzuege/alle-streifzuege/index.html

Hier geht´s zum Flyer des Energiewegs: https://zebio.de/wp-content/uploads/2019/06/Energieweg-Flyer.pdf